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Antrieb von Schaufelrad und Motor

Drachenboot

Mitglied
Ziel‑Drehzahlen fürs Schaufelrad
  • Vorbildlich ruhiger Lauf: 10–30 U/min am Rad.
  • Übersetzung fix: 40:1 (Schnecke → Rad).
  • Erforderliche Schneckendrehzahl: 400–1200 U/min.

Motor‑Setups nach Maßstab
Maßstab 1:8 (Gesamtlänge ca. 60 cm)
  • Rad Ø: 31,25 cm → großes Trägheitsmoment, braucht Drehmoment.
  • Motorwahl: 540/550 Brushed, 35T–45T.
  • Drehzahl unter Last (2S LiPo): ca. 4000–6000 U/min.
  • Nach Schnecke (40:1): 100–150 U/min am Rad → perfekt im Zielbereich.
  • Empfehlung: Hobbywing QuicRun 1060 ESC, 2S LiPo 3000 mAh.
Maßstab 1:10 (Gesamtlänge ca. 50 cm)
  • Rad Ø: 25 cm → mittleres Trägheitsmoment.
  • Motorwahl: 540 Brushed, 45T–55T.
  • Drehzahl unter Last (2S LiPo): ca. 3000–5000 U/min.
  • Nach Schnecke: 75–125 U/min am Rad → sehr realistisch.
  • Empfehlung: ESC wie oben, Akku 2200–2600 mAh.
Maßstab 1:12 (Gesamtlänge ca. 40 cm)
  • Rad Ø: 20,8 cm → kompakt, weniger Massenträgheit.
  • Motorwahl: 540 Brushed, 55T–60T (oder kleinerer 380er Motor).
  • Drehzahl unter Last (2S LiPo): ca. 2500–4000 U/min.
  • Nach Schnecke: 60–100 U/min am Rad → ebenfalls im Zielbereich.
  • Empfehlung: kleiner ESC (z. B. CTI THOR 14LF), Akku 1500–2200 mAh.

Brushless‑Variante (nur falls gewünscht)
  • Motor: 2000–3000 kV auf 2S.
  • Problem: Drehzahl zu hoch → Zwischenuntersetzung (3:1–5:1) vor der Schnecke nötig.
  • Vorteil: Effizienz, feine Regelbarkeit.
  • Nachteil: Mehr Aufwand, Abstimmung kritisch, sonst läuft das Rad zu schnell.

Praktische Empfehlung
  • Für 60 cm Modell (1:8): 540/550 Brushed, 35T–45T.
  • Für 50 cm Modell (1:10): 540 Brushed, 45T–55T.
  • Für 40 cm Modell (1:12): 540 Brushed, 55T–60T oder 380er.
  • Alle Varianten: 2S LiPo, ESC mit 60 A Dauerstrom, UBEC 5 V/3 A für Empfänger/Servo.
 

Drachenboot

Mitglied
Wer möchte, kann mir gerne mal Vorschläge machen, wie das Boot ungefähr aussehen soll, z.B. was ich auf dem Deck bauen könnte, (Kajütte, Reling, Farben) usw.
 

redgi

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Dann nimm doch am besten bei solch einem umfangreichen projekt lieber ein 1:1 vorbild eines heckraddampfers. Wie genau der scale ausfällt liegt bei dem hobby in deinem ermessen.
Louisana star aus Hamburg bspw. Ist ja den heckraddampfern aus den usa nachempfunden dort liessen sich die hier besprochenen technischen sachen umsetzen.

Ich persönlich fänd ja ein rohr das qualmt schön. Hat der hamburger nicht, aber gehört für mich zu einem raddampfer und ist ja mit kleiner Nebelmaschine zu realisieren.

Habe solche projekte noch nie gehabt und gemacht.aber meinen höchsten Respekt davor.

Die grenzen des Modellbaus setzt du dir ja selbst.
 

Stefan D.

Mitglied
Dafür gibt es doch eigentlich genügend RC Vorbilder wie did Southern Belle oder die Mississippi Queen usw.
So ein Heckraddampfer ist auch noch ganz oben auf meiner To-Do-List, mit Allem drum und dran.
 

Drachenboot

Mitglied
Ich bin immer für Verbesserungsvorschläge dankbar. Das schöne ist ja auch beim Modellbau, dass man im Nachhinein immer noch das eine oder andere Teil austauschen kann, um ein besseres Ergebnis zu erzielen.

Ich habe jetzt einfach mal mit einem Kollegen angefangen drauflos zu basteln, ohne die Angaben der KI zu befolgen. Vielleicht baue ich später noch mal alles nach dem KI-Plan. Mich würde dann mal interessieren, welches Boot besser fährt.
 

Rolf-Uwe

Mitglied
Ich wollte das Schaufelrad hinten am Heck anbringen, sodass ich mit einem Schaufelrad auskommen kann und kein zweites brauche.
Die Idee mit dem Schneckengetriebe hört sich gut an. Aber ist das mit nur einem Schaufelrad mechanisch umsetzbar? Werden dafür spezielle Motoren oder Fahrregler benötigt, um die Geschwindigkeit zu steuern?
Zum Lenken werde ich ein normales Heckruder verbauen.
Modellbau ist doch abhängig davon, welche Bastelausrüstung man hat, welche Material man gerne verwendet, wieviel Platz man hat, welche Erfahrungen man bisher gesammelt hat, ... u. eigenen Vorstellungen. Mal was eigenes Erfinden oder nach Vorbild bauen.
Also eine Skizze mit ca. Maßen, u. grobe Parameter wie Gewicht (Wasserverdrängung), Geschwindigkeit, um den Leisungsbedarf wenigsten abschätzen zu können. Dann könnte man Aussagen über Motor, Getriebe, Fahrregler, usw. machen.
Mal in's WWW gucken, was es da schon so alles gibt, z.B.:
Wir erwarten hier schon eine Projekt-Studie. Hier ein Beispiel, dass ich mal für einen Kumpel gemacht hatte, aber nie gebaut wurde.
RC-Schiff-1.jpg
 

Drachenboot

Mitglied
Mein Schaufelrad ist bereits fertig. Allerdings habe ich vergessen, dass die einzelnen Schaufeln auch eine bestimmte Form haben sollten, damit das Rad effektiv arbeiten kann.
Die Schaufeln eines Schaufelrads sollten idealerweise gekrümmt und beweglich gelagert sein, um sich optimal an den Wasserwiderstand und die Bewegungsrichtung anzupassen.

Optimale Form und Eigenschaften von Schiffsschaufeln
Damit ein Schaufelradantrieb effizient funktioniert, müssen die einzelnen Schaufeln bestimmte hydrodynamische Anforderungen erfüllen:

Krümmung der Schaufeln
  • Gekrümmte Schaufeln sind effektiver als flache, da sie das Wasser besser greifen und weniger Widerstand erzeugen.
  • Die Krümmung sollte so gestaltet sein, dass sie beim Eintauchen ins Wasser möglichst senkrecht steht und beim Austauchen das Wasser nicht unnötig mitreißt.
Bewegliche (drehbare) Schaufeln
  • Patenträder mit beweglichen Schaufeln sind besonders effizient. Jede Schaufel ist um eine eigene Achse drehbar und passt ihre Stellung automatisch der optimalen Tauch- und Austauchposition an.
  • Diese Technik verhindert, dass beim Austauchen Wasser über die Wasserlinie gehoben wird, was Energieverluste verursacht.

Hydrodynamische Optimierung
  • Die Schaufeln sollten so geformt sein, dass sie beim Eintauchen eine maximale horizontale Kraft erzeugen und beim Austauchen möglichst wenig Widerstand bieten.
  • Gleitschaufeln, eine spezielle Variante, wurden entwickelt, um die Stoßwirkung beim Wassereintritt zu minimieren und die Effizienz zu steigern.

Größe und Anordnung
  • Die Größe der Schaufeln hängt vom Durchmesser des Rades und der Leistung des Antriebs ab. Beispiel: Beim Dampfer „Pecs“ waren die Schaufeln 90 cm hoch und 3,65 m lang.

Die Anzahl der Schaufeln variiert je nach Radgröße, typischerweise zwischen 6 und 12 pro Rad.


Fazit
Die ideale Schaufel ist gekrümmt, beweglich gelagert und hydrodynamisch optimiert, um beim Eintauchen maximale Vortriebskraft zu erzeugen und beim Austauchen Energieverluste zu vermeiden.

Für dein Modell bedeutet das: Wenn du ein funktionales und möglichst realistisches Schaufelrad für ein Schiff nachbauen möchtest, solltest du folgende Punkte berücksichtigen:

Empfehlungen für dein Schaufelrad-Modell
1. Schaufelform
  • Leicht gekrümmt: Die Schaufeln sollten eine leichte Krümmung aufweisen, um das Wasser effizient zu greifen.
  • Flach oder leicht geneigt: Für einfache Modelle reichen flache Schaufeln, aber eine Neigung verbessert die Vortriebskraft.
2. Schaufelstellung
  • Senkrecht beim Eintauchen: Die Schaufeln sollten möglichst senkrecht ins Wasser eintauchen, um maximale Schubkraft zu erzeugen.
  • Vermeidung von Wasserschlepp: Beim Austauchen sollten die Schaufeln das Wasser nicht mitreißen – das spart Energie.
3. Mechanik
  • Fixe vs. bewegliche Schaufeln:
    • Fixe Schaufeln sind einfacher zu bauen und reichen für viele Modelle.
    • Drehbare Schaufeln (wie bei Patenträdern) sind komplexer, aber realistischer und effizienter.
4. Materialwahl
  • Leicht und wasserfest: Für Modelle eignen sich z. B. Kunststoff, Sperrholz oder Aluminium.
  • Stabilität beachten: Die Schaufeln müssen dem Wasserdruck standhalten, ohne sich zu verbiegen.
5. Größe und Anzahl
  • Proportionen beachten: Die Schaufelgröße sollte zum Rad-Durchmesser passen – z. B. 1/3 bis 1/2 des Radius.
  • Gleichmäßige Verteilung: Typisch sind 6–12 Schaufeln, gleichmäßig um das Rad verteilt.

Bauanleitung für ein Schaufelrad-Modell
1. Planung
  • Rad-Durchmesser bestimmen: Wähle den Durchmesser passend zur Größe deines Schiffes (z. B. 1/5 der Schiffslänge).
  • Anzahl der Schaufeln: Typisch sind 6–12 Schaufeln, gleichmäßig verteilt.
  • Breite der Schaufeln: Etwa 1/3 bis 1/2 des Radradius.

2. Materialien
  • Radkörper: Sperrholz, Kunststoffplatten oder leichter Metallring.
  • Schaufeln: Dünnes Sperrholz, Kunststoff oder Aluminiumblech.
  • Achse: Metallstab oder Holzstab, passend zur Lagerung.
  • Verbindungen: Schrauben, Kleber oder kleine Winkelstücke.

3. Radkörper herstellen
  • Schneide zwei runde Scheiben (oder Ringe) aus Sperrholz/Kunststoff.
  • Bohre in der Mitte ein Loch für die Achse.
  • Markiere gleichmäßig die Positionen für die Schaufeln am Rand.

4. Schaufeln vorbereiten
  • Schneide die Schaufeln rechteckig zu (z. B. 2–3 cm hoch, Länge je nach Rad).
  • Leichte Krümmung einbauen: Entweder durch Biegen von Kunststoff/Metall oder durch abgeschrägte Holzstücke.
  • Achte darauf, dass die Schaufeln beim Eintauchen möglichst senkrecht stehen.

5. Montage
  • Befestige die Schaufeln zwischen den beiden Radscheiben.
  • Achte auf gleichmäßige Abstände.
  • Fixiere die Achse mittig durch beide Scheiben.
  • Prüfe, dass sich das Rad frei drehen kann.

6. Antrieb
  • Verbinde die Achse mit deinem Motor oder einer Handkurbel.
  • Falls du einen Elektromotor nutzt: Zahnrad oder Riemenantrieb verwenden.
  • Teste die Drehung im Wasser – die Schaufeln sollten das Wasser gleichmäßig verdrängen.

7. Feinabstimmung
  • Balance prüfen: Das Rad darf nicht eiern.
  • Wasserkontakt optimieren: Schaufeln sollten nur so tief eintauchen, dass sie Schub erzeugen, aber nicht zu viel Wasser hochheben.
  • Dichtigkeit: Falls Holz verwendet wird, mit Lack oder Epoxidharz versiegeln.

Ergebnis
Du erhältst ein funktionales Schaufelrad, das dein Modellschiff realistisch antreibt. Mit gekrümmten oder beweglichen Schaufeln erreichst du höhere Effizienz, aber auch ein einfaches Rad mit fixen Schaufeln funktioniert sehr gut für Modelle.
 

Drachenboot

Mitglied
Gestaltungsrichtlinien für die Schaufeln
  • Grundform: Rechteckig mit leichtem Camber (3–5 % der Schaufelbreite).
  • Kanten:
    • Vorderkante abgerundet (minimiert Stoß beim Eintritt).
    • Hinterkante kantig (sorgt für definierten Ablösepunkt).
  • Neigung (bei fixen Schaufeln):
    • Rake: ca. 5–10° gegenüber der Radtangente, sodass die Fläche beim Eintritt nahezu senkrecht steht.
  • Eintauchtiefe:
    • Ca. 30 % des Rad‑Radius bei Betriebsdrehzahl.
  • Anzahl Schaufeln:
    • 8–12, typischer Sweetspot: 10.
  • Material (Modellbau):
    • 1–2 mm Kunststoff (PETG/ABS), 1–1.5 mm Alublech oder 2–3 mm Sperrholz (versiegelt).
Berechnete Maße für deine drei Modellgrößen:

Maßstab / LängeRaddurchmesser DRadradius RRadbreite WSchaufelhöhe HEintauchtiefe ESchaufelanzahl N
1:8 / 60 cm12.0 cm6.0 cm3.6 cm2.4 cm1.8 cm10
1:10 / 50 cm10.0 cm5.0 cm3.0 cm2.0 cm1.5 cm10
1:12 / 40 cm8.0 cm4.0 cm2.4 cm1.6 cm1.2 cm10

Detaillierte Schaufelgestaltung
  • Schaufelbreite (über die Radbreite):
    • Maß: entspricht WW aus der Tabelle.
  • Schaufelhöhe (radial nach außen):
    • Maß: entspricht HH; die Unterkante ist bei Nennfahrt etwa um EE unter der Wasserlinie.
  • Camber‑Profil:
    • Leichte Wölbung: maximale Pfeilhöhe ≈ 0.030.03–0.05⋅W0.05 \cdot W.
  • Befestigung:
    • Beidseitige Seitenscheiben mit Aussparungen/Stegen; Schaufeln an beiden Seiten verschraubt oder vernietet, 2–3 Befestigungspunkte pro Seite.
  • Toleranzen:
    • Rundlauf: Schlag < 0.5 mm.
    • Gewichtsausgleich: gegenüberliegende Schaufeln paarweise wiegen; Abweichung < 2 g (bei den hier vorgeschlagenen Größen).

Praktische Hinweise für deinen Bau:
  • Materialstärke:
    • Schaufeln: 1.5–2.0 mm (Kunststoff/Alu), 2–3 mm (Holz).
    • Seitenscheiben/Ring: 3–4 mm Kunststoff/Holz oder 2 mm Alu.
  • Kantenbearbeitung: Vorderkanten feinschleifen/abrunden; Hinterkanten sauber rechtwinklig.
  • Oberfläche: Glatt versiegeln (Lack/Epoxid), um Wasseraufnahme zu verhindern.
  • Feinabstimmung: Bei zu starkem Spritzen E reduzieren; bei zu wenig Schub H leicht erhöhen oder N auf 12 steigern.
 
Zuletzt bearbeitet:

redgi

Mitglied
"Mein Schaufelrad ist bereits fertig. Allerdings habe ich vergessen, dass die einzelnen Schaufeln auch eine bestimmte Form haben sollten, damit das Rad effektiv arbeiten kann."

Zeig doch gerne mal ein Foto, würde mich interessieren wie du es gebaut hast.
 
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